Das Dachdeckerhandwerk

  Geschichte und Entwicklung

Dächer und Fassaden sind ohne Zweifel die wichtigsten Bauteile eines Gebäudes, sie schützen es vor Witterungseinflüssen wie Schnee, Regen, Hitze und Kälte.

In der Altsteinzeit waren die Menschen Jäger und Sammler; sie lebten in Horden und waren meistens nicht sesshaft. Als Behausung genügte ihnen das, was die Natur ihnen bot; eine Höhle, ein Felsvorsprung oder eine ähnliche Laune der Natur, wenn sie nur einigermaßen vor dem Wetter schützte. Im Flachland sind solche "Wohnplätze" nicht vorhanden und bei wachsender Bevölkerung bzw. bei zunehmender Tendenz zur Sesshaftwerdung an der Wende zur Jungsteinzeit reichten die "naturgegebenen" Behausungen nicht mehr aus. Sie werden wohl auch aufgrund ihrer Dimensionierung (dies gilt vor allem für die Höhlen) nicht immer den Ansprüchen der Bewohner entsprochen haben. So war es eigentlich nur allzu naheliegend, sich eine auf die nötigsten Bedürfnisse zugeschnittene Überdachung selber zu bauen. Damit war der erste Schritt getan: Ein Dach, das auf einer in zwei Astgabeln liegenden Firstpfette ruhte und bis zum Boden reichte, der Form nach einem einfachen Zelt vergleichbar. Die Vorläufer der ersten Fachwerkhäuser waren also, mit heutigen Begriffen ausgedrückt, lediglich "Dachstühle", und noch nicht einmal vollständige. Sie waren leicht zu erstellen, aber auch von entsprechend kurzer Haltbarkeit.

Fortschritt und immer wieder neue Techniken verwandelten das Gesicht des Daches im Laufe der Jahrhunderte. Um bestimmte Gebiete wirtschaftlich zu erschließen und um den wachsenden Bedürfnissen der Menschen gerecht zu werden, enstanden verschiedene Bauberufe mit ihren jeweiligen Spezialkenntnissen und -fertigkeiten. So entstand der Beruf des Dachdeckers.

Der Beruf des Dachdeckers ist ein traditionsreicher Bauberuf. Allerdings zeigen die heutigen Arbeitsgebiete des Dachdeckers, welche rasante Entwicklung auf dem Bausektor stattgefunden hat. Während der "klassische" Dachdecker früher nur Steildächer deckte, erstrecken sich seine Tätigkeiten heute zusätzlich auf eine Vielzahl unterschiedlichster Anwendungstechniken im Bereich der Flachdächer, der Außenwandverkleidungen und der Bauwerksabdichtungen. Neben den traditionellen Baustoffen verarbeitet er heute viele moderne Baustoffe, und er muß ihre Verarbeitungsregeln, wie sie in den Normen und Fachregeln festgelegt sind, beherrschen.

Im April 1998 wurde die Handwerksordnung noveliert. Seitdem dürfen Dachdecker auch Zimmereiarbeiten ausführen, also komplette Dachstühle und Dachgauben bauen. Das bedeutet für den Bauherrn eine Komplettleistung rund ums Dach aus einer Hand, durch Ihren Dachdeckermeisterbetrieb.

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